Flösser-Homepage     MeDIA-Maier-Homepage   E-Mail an den Webmaster   Infos hier auf:  http://www.flossteam.de/Dampfer_Leck.html


 

 

Ludwigsburger Kreiszeitung, Alfred Drossel

REMSECK
Umweltkatastrophe auf Neckar verhindert
In einer Untiefe ist gestern ein Motorschiff im Neckar leck geschlagen. Das Umweltamt löste Großalarm aus. Der Feuerwehr gelang es, das Öl-Wasser-Gemisch aus dem Motorraum zu binden. DLRG-Taucher haben das Leck provisorisch verschlossen.

Normalerweise löscht die „Neckarschiff“ ihre Ladung an der Neckarweihinger Anlände, wo das gleichnamige Unternehmen auch seinen Sitz hat. Weil aber der Kran defekt ist, fuhr das hundert Meter lange Motorschiff neckaraufwärts, um bei Krieger in Remseck seine Ladung von 18 000 Tonnen Sand zu löschen. Bei der Anfahrt zum Kai geriet das Schiff offensichtlich in einer Untiefe auf ein Hindernis. Wenig später stellte der Schiffsführer fest, dass in den Motorraum Wasser eindringt. Er löste sofort Alarm aus. Das war gegen 12.20 Uhr.
Die Feuerwehr Remseck rückte zunächst mit neun Fahrzeugen und 32 Kräften aus. Aus Ludwigsburg wurde die große Ölsperre mit Personal angefordert. Parallel dazu wurde das Umweltamt des Landkreises verständigt und der Wasserrettungsdienst alarmiert. Auch die DRK-Bereitschaft Neckargröningen wurde angefordert. Einsatzleiter Helmut Wibel ließ Feuerwehrleute mit Wathosen in den Motorraum vordringen, um die Lage zu sondieren. Der Kapitän fürchtete, dass durch das eindringende Wasser großer Schaden am Schiffsmotor entstehen könnte. Die Feuerwehr setzte Pumpen ein, um das Öl-Wasser-Gemisch in einen leeren Frachtraum des Schiffes zu pumpen. Um das Schiff wurde sicherheitshalber eine Ölsperre gelegt.
Unterdessen trafen die Taucher der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ein. Einer der Männer stellte bei einem Tauchgang fest, dass ein etwa 40 Zentimeter langes Loch in der äußeren Schiffshaut klafft. „Das Blech ist nach innen gebogen“, teilte der Mann mit. Jetzt bereitete die Feuerwehr einen Notverschluss vor, den sie mit einer Spanngurtkonstruktion auf das Leck legte. Damit konnte verhindert werden, dass noch mehr Wasser in den Schiffsrumpf eindringt. Das aus dem Motorraum gepumpte Wasser wurde in einen Tankwagen umgeleitet und später entsorgt. So konnte eine Umweltkatastrophe auf dem Neckar vermieden werden. Insgesamt waren bei dem mehrere Stunden dauernden Einsatz auf dem Neckar rund 50 Feuerwehrleute mit 14 Fahrzeugen sowie die DLRG-Teams aus Ludwigsburg, Vaihingen und Bönnigheim im Einsatz. Jetzt muss geprüft werden, ob das Leck an der „Neckarschiff“ unter Wasser repariert werden kann.


---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Stuttgarter Wochenblatt, 20.08.09
NECKAR
Aus noch ungeklärter Ursache ist es am Dienstag zu einem starken Wassereinbruch im Maschinenraum eines Binnenschiffs gekommen, das auf dem Neckar bei Neckarrems auf einen freien Anlegeplatz gewartet hatte. Verletzt wurde niemand, die Ursache ist bislang noch unklar.

Das Binnenschiff, das mehrere Tonnen Sand geladen hatte, lag gegen 12.30 Uhr am Neckarufer vor dem Anlegeplatz einer Firma. Plötzlich bemerkte der Kapitän, dass Wasser in den Maschinenraum eindrang, und alarmierte die Feuerwehr. Die Feuerwehrmänner pumpten das Wasser aus dem Maschinenraum in einen leeren Laderaum ab. Taucher der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft dichteten das Leck ab, damit das Schiff zur Reparatur in die nächste Werft gefahren werden konnte.

Die Beamten der Wasserschutzpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die Schadenhöhe ist noch nicht bekannt.