A.)
Herstellung von Titeldias mit Lithfilm (Beschreibung
Stichwortartig)
21.10.96
A.Maier
1. Filmkamera
auf Reprogestell, gute, gleichmäßige Ausleuchtung, Vorlagenfeld ausmessen
2.
Einstellung an Kamera: 6 ASA, Blend 11 vorwählen, Spotmessung auf weiße Fläche
3.
Belichtungsreihe
4. Film
zurückspulen, Lasche herausschauen lassen oder Filmdose im Dunkeln öffnen,
Ecken abrunden
5.
Entwickler 1 Teil und Wasser 5 Teile bei Temp 20 Grad anrichten
6.
Abdunkeln
7. Film
auf Spirale aufspulen und in Entwicklungsdose, bei kurzen Filmstreifen auch in
Schale
8. Dose
füllen 2,5-3 Minuten dabei ständig leicht bewegen
9.
Wässern mit 20 Grad 2 mal Doseninhalt wechseln
10.
Fixierung nach Gebrauchsanweisung, Temp 20 Grad, Verhältnis 1+9 bis 1+7 (
weniger besser?)
11.
Wässern mind. 5 Minuten fließend
12.
Zugabe von Oberflächenentspanner oder Spülmittel ( Pril o.ä.) besserer
Wasserabfluss
13. Film
abstreifen
14.
Filmstreifen zum Trocknen aufhängen
15. Vorsicht
Film sehr kratzempfindlich
B.) Besser geht's über
Druckvorlagen-Herstellung und Filmbelichter
Herstellung von Titeldias
Oder nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen
A.Maier
Mai 1999
In einer der letzten Ausgabe der großen 3 AV-Zeitschriften
konnte man die Empfehlung lesen Texte und Schriften zur Einblendung, digital zu
erstellen und als Dia ausbelichten zu lassen. Die Preise Liegen zur Zeit bei
6,20 DM ( Bestimmte Menge und Bestimmte Qualität) bis 12,00 DM.
Hier wird
mit Kanonen auf Spatzen geschossen, bzw. eine Methode zweckentfremdet.
Sicherlich
ist es nicht jedermann Sache eigene Titel zunächst auf weißem Papier selbst
herzustellen, sei es von Hand oder mit einem Computerdrucker. Dann einem
Dokumentenfilm das ganze mit entsprechender Reproeinrichtung abzufotografieren
und den Film auch noch selbst zu entwickeln. Das Ergebnis ist dann meist nach
einigen Versuchen gut bis sehr gut, aber auch die empfindliche Oberfläche der
Filme trägt nicht gerade dazu bei, dass man sich zu schnell dieser Prozedur
hingibt.
Es gibt
zwischen diesen beiden Methoden zur Titelherstellung eine viel zweckmäßigere
und kostengünstigere Version. Sie hat auch mit Computerbearbeitung und
Belichtung zu tun, aber spezielle Kenntnisse und Dienstleister sind dazu fast
nicht nötig.
Ich meine
die
Belichtung von
Druckvorlagen
wie Sie jede “altmodisches" Druckerei
braucht. Altmodisch deshalb weil moderne Druckhäuser alles digital bearbeiten.
Das besondere an diesen Druckvorlagen ist:
Sie sind
sehr preiswert
Sie sind
nahezu in jeder Stadt zu bekommen (Gelbe Seiten)
Sie sind
absolut unempfindlich
Sie sind
am PC sehr leicht herzustellen.
Die Schritte
im Einzelnen:
DINA4
Seiten sind eine gängige Größe bei Belichtungsstudio zur Erstellung von
Druckvorlage. Nehmen wir also so eine DINA4 Seite und zeichnen uns kleine
Diapositive rein, so stellen wir fest, dass wir 5 nebeneinander und 8
untereinander darauf bekommen. Macht nach Adam + Riese 40 Textdias pro Seite.
Wenn wir nun mit unserem Vektororientierten Zeichenprogramm die Schneidelinien
der einzelnen Dias einzeichnen wollen, so können sie ganz einfach eine Tabelle
in z.B. Excel erstellen.
Es sind aber
die Schneidelinien nicht gleich den Bildausschnitten zu setzten. Dazu legen wir
so genannte Hilfslinien fest die später bei einem Druck o.ä. nicht sichtbar werden.
(siehe Bild, anklicken vergrößert)

Nun können wir den Bereich auf dem der Text stehen
soll nach Bedarf bildschirmfüllend, zoomen und unsere Vektorschrift beliebig
platzieren und verformen. Eine Besonderheit bei dieser Vorgehensweise ist auch,
dass wir ein Dia, in welches die Schrift eingeblendet werden soll, als
zuvor eingescanntes Bitmap (siehe
Reicht´s?)
in den Ausschnitt legen
können. Nun kann man wunderbar und auf das 0,001mm genau die Schrift drehen und
verzerren bis sie z.B. in die dunkle Partie eines Dias eingepasst ist.
Als Beispiel “Felsenküste der Bretagne". Wir haben
als Dia die dunkle Siluette von zackigen Felsen, auf welche wir im zackigen
Stil unsere Schrift drüberlegen. Wenn wir fertig sind löschen wir das Bitmap
wieder und nur die zackige Schrift ist noch zu sehen.
Oder ein dunkler Rettungsring in welchen wir passgenau
den Titel “Rundreise mit dem Hausboot" einblenden, usw. In dem Beispiel
zum downloaden wurde die Schrift in die dunkle Unterseite einer Brücke
eingebaut. Damit die Datei nicht zu groß wird, habe ich einen kleine s/w-Scanb
eines Dias verwendet. Durch diese Möglichkeit sind den Gestaltungsmöglichkeiten
keine Grenzen gesetzt. Man kann statt Text auch kleine Strichzeichnungen
verwenden, die man zu den unterschiedlichsten Themen bekommt oder selbst
herstellen kann.
Hier ist eine
Downloadvorlage für
Corel Draw (fast 500KB).
Sind nun alle
40 Dias mit Inhalt gefüllt, speichert man es ab. Hier kommt nun das spezielle
Belichtungsstudio ins Spiel. Unser DC-Mitglied Günther Pillkan hat bei sich ein
Belichtungsstudio entdeckt an welches er eine ganz normale Corel-Draw-Datei mit
dem Format *.cdr auf einer Diskette an das Belichtungsstudio geben kann. Ein
Vermerk genügt, dass man den Film als Negativ zurückbekommen will. Falls keine
exotischen Schriften benutzt wurden kann man sich sogar das separate speichern
der Fonts sparen. Den belichteten Film bekommt man garantiert nach 2 Tagen mit
der Post zurück. Und der ganze Spaß kostet ca. 30,-DM. Also wieder mal den
ersten Schulbuchverleger Adam+Riese bemüht, macht das 0,75 pro Bild. Mit
Farbstiften oder Farbfolien oder Eiweißlasur kann man seine Texte auf gewohnte Weise
noch etwas aufpeppen. Was den Preis angeht, so soll es auch noch billigere
Studios mit E-Mail-Anschluß geben, so dass man seine Textdias gleich per E-Mail
verschicken kann. Falls jemand gute Erfahrungen mit einem Belichtungsservice
gemacht hat, so werden wir dies gerne im DC-Report veröffentlichen. Meine
Erfahrungen sammelte ich mit :
Herrmann Digital
Herr
Pauli
Gänsäckerstr.11
D-73730
Esslingen
Tel. 0711
313033
Fax. 0711
313034
Es gibt aber
noch viele Belichtungsstudios in Ihrer Nähe. Fragen Sie in einer Druckerei
nach.
MeDIA-Maier
Mai 1999



me@dia-maier.de, Tel. 07132/44214