av-dialog e.V. Regionalgruppe Unterland


Klemmstativ zum selber bauen

Stativ-Touring-Set

für die  Überblendfotografie

Nachbau zum nachbauen  

MeDIA-Maier, Oktober 2000


Das Fotografieren mit Stativ ist für einen engagierten Diaüberblend-Fotografen sehr wichtig. Ob es mehrere Aufnahmen vom gleichen Standpunkt aber zu unterschiedlichen Zeiten, oder  aber unterschiedliche Schärfebenen sind oder ob es nur Aufnahmen bei schwachem Licht sind. Ein Stativ leistet immer wertvolle Hilfe. Bei anstrengenden Wanderungen oder aber als Grundausrüstung in der Fototasche muss man mit Platz und Gewicht geizen. Angeregt durch verschiedenen Touring-Sets von namhaften Stativ-Herstellern stellte ich mir die Frage, ob man mit etwas Bastelgeschick nicht selbst ein Universalstativ bauen könnte.

 

Alternativen

In freier Natur bzw. auf Wanderungen kann man unter Umstanden auf ein voluminöses Dreibeinstativ verzichten. Was sich oft findet sind Geländer oder Holzlabschrankunken an denen man mit einer Art Schraubzwinge ein Stativ befestigen kann. Oft findet sich auch ein Zaunpfahl oder ein Stück totes Holz in welches man eine Holzschraube eindrehen kann und nicht selten findet man einfach einen Erdwall oder ein Erdspalt in den sich einen Spieß eindrücken lässt. Da alle diese Befestigungen sicher nicht horizontal zur Fotoebene anzutreffen sind ist ein guter Kugelkopfneiger unabdingbar.

Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für 2 Baumarkt-Schraubzwingen aus dem Sonderangebot ( je 2,99 DM) Von einem Stativ benötigte ich lediglich einen zusätzlichen Verschiebebügel um daran meinen Kugelkopfneiger zu befestigen.   Damit ich diesen beliebig auf der Schraubzwingenlänge verschieben und befestigen konnte, schlitzte ich die Gleitführung ein und bohrte sowohl in den Halter als auch in die Gleitfläche Löcher. Durch diese Löcher konnte ich mit einer Rändelschraube und Flügelmuttern, jede Position fixieren.

 

 

Bohren, Sägen und Schweißen

Das unter Ende der zweiten Schraubzwinge sägte ich ab und schweißte daran das Gewinde einer langen Holzschraube. Auch dieses Stück lochte ich in regelmäßigen Abständen. Die Schraube konnte ich jetzt sowohl in totes Holz eindrehen , als auch in den  Erdboden stecken. Eine zweite Rändelschraube mit Flügelmutter schaffte wiederum eine starre Verbindung mit dem Rest des Stativs. Zugegeben das klinkt alles etwas merkwürdig aber mit Erklärung der entsprechenden Fotos kann man sich den Einsatz des preiswerten Eigenbaus vorstellen. Platzsparend und preiswert ist es ja geworden, aber in Punkto Gewicht stellt es noch keine Ideallösung dar.


 

 

 

 

 

 

 




MeDIA-Maier, Tel.07132/44214, Fax 07132/990344