MP3 und CFC Neue Abkürzungen welche die Musikwelt revolutionieren
MeDIA-Maier Dezember 1999
Bei meinem Bericht über die Photokina in Report
4/98 fiel zum ersten Mal die Abkürzung "MP3" im Zusammenhang mit
Dia-AV-Steuersoftware. Mittlerweilen zittert die gesamte Musikindustrie vor
dieser Erfindung. Das Kürzel "MP3" bezeichnet einen Standard für die
Kompression von Audiodaten. MP3 dampft digital gespeicherte Musikstücke auf ein
Zwölftel ihrer ursprünglichen Größe ein, ohne dass dabei allzu viele
Zwischentöne verloren gehen: Die Wiedergabequalität ist beeindruckend hoch, ein
Unterschied zur CD kaum hörbar.
MPEG 2.5 Audio Layer III (mp3)
ist ein Audio-Format, welches eine hohe Kompression von Audio Daten bei sehr
geringem Qualitätsverlust ermöglicht. Der Frequenzumfang und Rauschabstand
bleiben quasi erhalten. Eventuelle Verluste sind selbst auf "guten"
Hifi-Anlagen kaum hörbar - vorausgesetzt die Dateien wurden entsprechend
erstellt. Das Kompressionsverfahren basiert darauf, dass "unhörbare"
Audio-Informationen entfernt werden. Viele Töne werden durch andere überlagert,
andere werden vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen, da sie außerhalb eines
bestimmten Frequenzbereiches liegen. Dies mag einige
"High-End-Musikkonsumenten" zum Haareraufen veranlassen, die Unterschiede
des Komprimierten zum Original sind jedoch verschwindend gering und die
Ersparnis an Datenmenge enorm. Stereo-Musik lässt sich um den Faktor 1:10
verkleinern. Diese hohe Kompression bietet viele neue Möglichkeiten. Es ist
damit einfach, auch große Mengen von Musikdaten zu archivieren (z.B. passen ca.
11 Alben auf eine einfache CD!). mp3-Dateien können erheblich schneller und
kostengünstiger über das Internet versendet werden als z.B. die
weitverbreiteten, um ein Vielfaches größeren wav-Dateien. Ursprünglich wurde
das Format von der Fraunhofer-Gesellschaft (FHG), jedoch als
Kompressionsverfahren für Audio-Kanäle auf Video-CD's entwickelt. In diesem
Bereich wird aber wohl das amerikanische AC-3 Format das Rennen machen.
MP3-Dateien
selbstgemacht
Will man seine CDs komplett oder
auch nur teilweise in MP3-Dateien verwandeln, braucht man zwei verschiedene
Programme: Eines zum digitalen Auslesen und Umwandeln der Audiospuren in
WAV-Dateien ("Grabben") und einen MP3-Encoder, der die Wave-Dateien
dann in das MP3-Format konvertiert, also komprimiert. Ebenso interessant kann
der umgekehrte Weg sein. Aus dem Internet gezogene MP3-Dateien können über
einen Umweg über das Wave-Format in normale Audiodateien umgewandelt werden. Diese
lassen sich dann nicht nur per PC oder MP3-Player abspielen, sondern auch auf
normale Audio-CDs für die Stereoanlage oder das Auto brennen. Übrigens ist so
ein Programm beim MP3-Player von Digital Dream (170,-DM bei MeDIA-Maier) mit
dabei! Dieser benötigt als Datenträger eine CompactFlash Card.
CompactFlash
Card CFC
Die gleiche wie auch in Stumpfls
Event Control.
Diese Speicherkarte scheint ein
weitverbreitetes Medium der Zukunft zu werden. Im MP3 Player kann man damit
seine Musik welche für das Event Control gespeichert wurde sofort ohne
Einschränkungen abhören. Auch Musik aus dem Internet kann direkt aufgespielt
werden.
Die CFC finden wir bereits in
etlichen Digitalkameras von Agfa, Canon, Casio, Epson, HP, Kodak, Minolta,
Nikon, Olympus, Ricoh, Sanyo, und anderen. Des weiteren begegnet uns die Karte
in sogenannten Palmtops und Taschencomputern z.B. von Psion. Der Preisverfall
ist auch hier rapide. (z.B. 64MB für 270,-DM bei MeDIA-Maier) Abgerundet wird die Nutzung einer CFC durch ein
Kartenlesegerät, welches am Parallelen oder USB Ausgang des Computers
angeschlossen in Sekunden ganze Musikstücke oder jeder andere Computerdatei
überspielt. Z.B. dauert die Übertragung von 16 Minuten Musik im MP3-Format über
das serielle Kabel vom Computer zum Steuergerät ca. 27 Minuten! Über einen
Kartenleser am USB-Port gerade mal 20 Sekunden! Im Windows Explorer erscheint
das Wechselmedium-Lesegerät wie eine Festplatte und genauso kann man auch mit
ihr arbeiten. Dateien können gelöscht, kopiert oder verschoben werden. Es
können Ordner angelegt werden und es können sich gleichzeitig Musikstücke,
digitale Fotos und sonstige Dateien auf einer einzigen Karte befinden.
Das alles auf einer
Sonderbriefmarkengroßen CompactFlash Card ´mit 36,4x42,8x3,3mm, welche es
bereits mit 128MB gibt!
Ein weiterer Trend zeichnet sich
bei Photodruckern wie den HP Photosmart P1000/1100 ab. Dort ist bereits ein
Steckplatz für eine CompactFlash Card eingebaut um z.B. Bilder auch ohne
Computer direkt von der Karte auf den Drucker auszugeben. Natürlich kann man
diesen Steckplatz dann auch als Kartenlesegerät zum Computer nutzen und spart
dabei ca. 150,-DM.
Ein Ende des Einsatzgebietes ist
noch nicht abzusehen, genausowenig wie die Preisentwicklung. Die meisten
CompactFlash Cards werden von der Firma SanDisk hergestellt. Diese garantiert
eine 10.000.000fache Überspielung und hat bereits die 160MB Speicherkarte
angekündigt.
Wie viel Platz brauchen
eigentlich gute digitale Dias für eine Überblendschau über einen Videobeamer? Gut
wer Aktien von SanDisk sein Eigen nennen kann!
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