av-dialog e.V. Regionalgruppe Unterland


Berichte zu MP3 und CFC

 

 


MP3 und CFC

Neue Abkürzungen welche die Musikwelt revolutionieren

 

MeDIA-Maier Dezember 1999 (Hier gehts zur neunen Homepage 2007)


Bei meinem Bericht über die Photokina in Report 4/98 fiel zum ersten Mal die Abkürzung "MP3" im Zusammenhang mit Dia-AV-Steuersoftware. Mittlerweilen zittert die gesamte Musikindustrie vor dieser Erfindung. Das Kürzel "MP3" bezeichnet einen Standard für die Kompression von Audiodaten. MP3 dampft digital gespeicherte Musikstücke auf ein Zwölftel ihrer ursprünglichen Größe ein, ohne dass dabei allzu viele Zwischentöne verloren gehen: Die Wiedergabequalität ist beeindruckend hoch, ein Unterschied zur CD kaum hörbar.

 

Grundlagen MP3

MPEG 2.5 Audio Layer III (mp3) ist ein Audio-Format, welches eine hohe Kompression von Audio Daten bei sehr geringem Qualitätsverlust ermöglicht. Der Frequenzumfang und Rauschabstand bleiben quasi erhalten. Eventuelle Verluste sind selbst auf "guten" Hifi-Anlagen kaum hörbar - vorausgesetzt die Dateien wurden entsprechend erstellt. Das Kompressionsverfahren basiert darauf, dass "unhörbare" Audio-Informationen entfernt werden. Viele Töne werden durch andere überlagert, andere werden vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen, da sie außerhalb eines bestimmten Frequenzbereiches liegen. Dies mag einige "High-End-Musikkonsumenten" zum Haareraufen veranlassen, die Unterschiede des Komprimierten zum Original sind jedoch verschwindend gering und die Ersparnis an Datenmenge enorm. Stereo-Musik lässt sich um den Faktor 1:10 verkleinern. Diese hohe Kompression bietet viele neue Möglichkeiten. Es ist damit einfach, auch große Mengen von Musikdaten zu archivieren (z.B. passen ca. 11 Alben auf eine einfache CD!). mp3-Dateien können erheblich schneller und kostengünstiger über das Internet versendet werden als z.B. die weitverbreiteten, um ein Vielfaches größeren wav-Dateien. Ursprünglich wurde das Format von der Fraunhofer-Gesellschaft (FHG), jedoch als Kompressionsverfahren für Audio-Kanäle auf Video-CD's entwickelt. In diesem Bereich wird aber wohl das amerikanische AC-3 Format das Rennen machen.

MP3-Dateien selbstgemacht

Will man seine CDs komplett oder auch nur teilweise in MP3-Dateien verwandeln, braucht man zwei verschiedene Programme: Eines zum digitalen Auslesen und Umwandeln der Audiospuren in WAV-Dateien ("Grabben") und einen MP3-Encoder, der die Wave-Dateien dann in das MP3-Format konvertiert, also komprimiert. Ebenso interessant kann der umgekehrte Weg sein. Aus dem Internet gezogene MP3-Dateien können über einen Umweg über das Wave-Format in normale Audiodateien umgewandelt werden. Diese lassen sich dann nicht nur per PC oder MP3-Player abspielen, sondern auch auf normale Audio-CDs für die Stereoanlage oder das Auto brennen. Übrigens ist so ein Programm beim MP3-Player von Digital Dream (170,-DM bei MeDIA-Maier) mit dabei! Dieser benötigt als Datenträger eine CompactFlash Card.

CompactFlash Card CFC

Die gleiche wie auch in Stumpfls Event Control.

Diese Speicherkarte scheint ein weitverbreitetes Medium der Zukunft zu werden. Im MP3 Player kann man damit seine Musik welche für das Event Control gespeichert wurde sofort ohne Einschränkungen abhören. Auch Musik aus dem Internet kann direkt aufgespielt werden.

Die CFC finden wir bereits in etlichen Digitalkameras von Agfa, Canon, Casio, Epson, HP, Kodak, Minolta, Nikon, Olympus, Ricoh, Sanyo, und anderen. Des weiteren begegnet uns die Karte in sogenannten Palmtops und Taschencomputern z.B. von Psion. Der Preisverfall ist auch hier rapide. (z.B. 64MB für 270,-DM bei MeDIA-Maier) Abgerundet wird die Nutzung einer CFC durch ein Kartenlesegerät, welches am Parallelen oder USB Ausgang des Computers angeschlossen in Sekunden ganze Musikstücke oder jeder andere Computerdatei überspielt. Z.B. dauert die Übertragung von 16 Minuten Musik im MP3-Format über das serielle Kabel vom Computer zum Steuergerät ca. 27 Minuten! Über einen Kartenleser am USB-Port gerade mal 20 Sekunden! Im Windows Explorer erscheint das Wechselmedium-Lesegerät wie eine Festplatte und genauso kann man auch mit ihr arbeiten. Dateien können gelöscht, kopiert oder verschoben werden. Es können Ordner angelegt werden und es können sich gleichzeitig Musikstücke, digitale Fotos und sonstige Dateien auf einer einzigen Karte befinden.

Das alles auf einer Sonderbriefmarkengroßen CompactFlash Card ´mit 36,4x42,8x3,3mm, welche es bereits mit 128MB gibt!

Ein weiterer Trend zeichnet sich bei Photodruckern wie den HP Photosmart P1000/1100 ab. Dort ist bereits ein Steckplatz für eine CompactFlash Card eingebaut um z.B. Bilder auch ohne Computer direkt von der Karte auf den Drucker auszugeben. Natürlich kann man diesen Steckplatz dann auch als Kartenlesegerät zum Computer nutzen und spart dabei ca. 150,-DM.

Ein Ende des Einsatzgebietes ist noch nicht abzusehen, genausowenig wie die Preisentwicklung. Die meisten CompactFlash Cards werden von der Firma SanDisk hergestellt. Diese garantiert eine 10.000.000fache Überspielung und hat bereits die 160MB Speicherkarte angekündigt.

Wie viel Platz brauchen eigentlich gute digitale Dias für eine Überblendschau über einen Videobeamer? Gut wer Aktien von SanDisk sein Eigen nennen kann!





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